März 2026
Mit dem xSuite Helix Release „Indomitable Ibis“ haben wir zahlreiche Neuerungen und Verbesserungen in verschiedenen Komponenten umgesetzt. Ein zentraler Fokus liegt auf der Optimierung der Datenvalidierung im Beleglesungsprozess für Eingangsrechnungen. Zudem wurde die Kreditorenerkennung weiter vereinfacht, denn mit diesem Release entfällt die bisherige Unterscheidung von Steueridentifikationsnummern anhand ihres Steuernummerntyps.
Änderungen und Verbesserungen
Mathematische Vergleichbarkeit zwischen unterschiedlichen Datenquellen und Extraktionstechniken
Entfallen der Typisierung von Steueridentifikationsnummern
Hinweis zu den Selektionskriterien bei der Kreditorenerkennung
Mathematische Vergleichbarkeit unterschiedlicher Datenquellen und Extraktionstechniken
xSuite Helix Capture extrahiert Beleginhalte mit unterschiedlichen Verfahren ( klassische und KI‑basierte Verfahren) und bezieht dabei auch Stammdaten ein. Das System bewertet diese Datenquellen vergleichend, damit für den weiteren Prozess das verlässlichste Ergebnis genutzt wird.
Mit diesem Release haben wir den Extraktionsprozess um diese mathematische Vergleichbarkeit, also eine normalisierte Berechnung der Konfidenzwerte, erweitert. Die Normalisierung sorgt dafür, dass alle Extraktionsergebnisse dieselbe Bewertungsbasis erhalten. Dadurch kann das System Resultate intern zuverlässig gegeneinander abwägen und dem Bearbeiter eine verlässlichere Validierungsgrundlage bereitstellen. Weitere Datenquellen, wie zum Beispiel Stammdaten, können dabei in die Qualitätsbeurteilung der Daten einfließen.
Die normalisierten Konfidenzen liegen in einem festen Bereich zwischen 0 und 1. Ein Wert von 0 kennzeichnet einen ungültigen oder nicht plausiblen Feldinhalt, während ein Wert von 1 für einen extern verifizierten und damit maximal verlässlichen Feldinhalt steht.
Im Rahmen der Datenvalidierung kann das System den Konfidenzwert eines extrahierten Feldinhalts z. B. erhöhen, wenn dieser Feldinhalt zusätzlich in Stammdatentabellen vorkommt.
Wenn ein entsprechender Eintrag in den Stammdaten fehlt, kann das System den Wert bis auf 0 reduzieren. Neben den Stammdaten berücksichtigt xSuite Helix auch definierbare Regeln zur Berechnung und zum internen Vergleich der Konfidenzwerte. So lässt sich z. B. festlegen, dass ein Belegdatum nicht älter als ein Jahr sein darf. Diese Regeln können Sie flexibel an projektspezifische Anforderungen anpassen.
Auf dieser Basis schlägt das System in der Validierung für jedes Feld den Feldinhalt mit dem höchsten Konfidenzwert vor. Ergänzend bietet xSuite Helix alternative Feldinhalte an, sofern ihre berechneten Konfidenzen einen definierten Mindestwert überschreiten.
Innerhalb eines Datenvalidierungsprojekts leitet das System aus den gelesenen und validierten Feldinhalten die Informationen ab, die für die Weiterverarbeitung im angebundenen ERP‑System notwendig sind. Dazu gehören z. B. der Buchungskreis, die Kreditor‑ID oder der Steuerschlüssel.
Typisierung von Steuer-IDs entfällt
Bisher hat xSuite Helix bei der Kreditorenerkennung zwischen verschiedenen Typen von Steuernummern unterschieden. In Deutschland z. B. betraf das vor allem die Differenzierung zwischen Umsatzsteuer‑Identifikationsnummer und Steuernummer. Diese Unterscheidung erfolgte über das Feld Steuer Typ in der Stammdatentabelle sys_BusinessPartner.
Da ERP‑Systeme den Steuertyp jedoch unterschiedlich bezeichnen, berücksichtigt xSuite Helix diese Angabe nun nicht mehr.
Bei der Kreditorenerkennung vergleicht xSuite Helix die Steuernummern auf dem Beleg mit allen Steuernummern, die in den Stammdaten stehen. Die ursprüngliche Typisierung spielt dabei nun keine Rolle mehr.
Der Vorteil ist, dass die Kreditorenerkennung weiterhin funktioniert, auch wenn Sie verschiedene Typen von Steuernummern vertauschen oder verwechseln. Sie können darüber hinaus auch weitere offizielle Registrierungsnummern (z. B. „Company Regististration Number“ in UK) für die Kreditorenerkennung nutzen.
Hinweis zu den Selektionskriterien für die Kreditorenerkennung
Um ein Selektionskriterium (z. B. die Bestellnummer) vollständig für die Kreditorenerkennung auszuschließen, müssen Sie das Selektionskriterium nun sowohl in den Einstellungen des Extraktionsprojekts als auch in den Einstellungen des Validierungsprojekts deaktivieren.
Die Einstellungen eines Extraktionsprojekts steuern ausschließlich die Abläufe der klassischen Belegextraktion. Die Konfiguration wirkt sich weder auf die Belegsegmentierung noch auf die Verarbeitung durch die xSuite‑KI oder auf die nachgelagerte Datenvalidierung aus. Diese Komponenten verwenden eigene Konfigurationslogiken. Die Projektkonfiguration der klassischen Extraktion hat keinen Einfluss auf die genannten Komponenten.
Deaktivieren Sie daher Selektionskriterien, z. B. Bankverbindungen, Steuernummern sowie E‑Mail‑Adressen oder Webadressen direkt im jeweiligen Validierungsprojekt. Auf dieser Ebene steuern Sie, welche Kriterien für die Kreditorenerkennung berücksichtigt werden.