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xSuite Cube Release Notes

Positionsdaten aus xSuite Helix

Jede Position, die von Datenextraktionssystemen an xSuite Invoice Cube übertragen wird, wird einem Positionstyp zugeordnet (Feld /WMD/FP_IFIVI-ITCAT). Die Vorgehensweise bei der Positionsdatenerkennung ist abhängig vom Positionstyp. Bestellungsbezogene Positionen werden einem der folgenden Positionstypen zugeordnet:

Positionstyp

Beschreibung

PD

Eine Position vom Typ "PD" enthält nur eine Bestellnummer und eventuell eine Positionsnummer. Auf Grundlage dieser Daten erzeugt das System einen Positionsdatenvorschlag, analog zur SAP-Standardtransaktion MIR7 / MIRO.

Der Positionstyp "PD" eignet sich für Fälle, in denen das System keine Positionsdaten ausliest, sondern nur versucht, die relevanten Bestellnummern zu ermitteln. Aktuell nutzen die meisten xSuite-Cube-Projekte den Positionstyp "PD".

PO

xSuite Helix verwendet LLMs (Large Language Models) für die Positionsdatenerkennung. Wenn diese Technologie für die Positionsdatenerkennung eingesetzt wird, wird der Positionstyp "PO" verwendet. Mit diesem Typ werden nicht nur die Bestellnummern, sondern auch alle anderen Daten in den xSuite Invoice Monitor übertragen (z. B. Preis, Menge, Mengeneinheit, Artikeltext).

Die Verwendung des Positionstyps "PO" ist mit den folgenden Herausforderungen verbunden:

  • Fehlende Positionsdaten: Für die Erstellung einer MM-Rechnung in SAP ist die Bestellnummer nicht ausreichend. Die Bestellpositionsnummer muss ebenfalls bekannt sein.

    Bei einer wareneingangsbezogenen Rechnungsprüfung muss zusätzlich die Materialbelegnummer mit dem Geschäftsjahr und der Positionsnummer oder eine Leistungserfassungsblattnummer mit dem Geschäftsjahr und der Positionsnummer vorhanden sein. Diese Informationen werden in der Regel nicht auf die Rechnung gedruckt und somit nicht in das SAP-System übertragen.

    Siehe Ermittlung fehlender Positionsdaten.

  • Doppelte Positionsnummer: Mehrere Positionen einer Rechnung können zur gleichen SAP-Bestellposition gehören. Eine SAP-Rechnung darf aber maximal eine Position enthalten, die zu einer bestimmten Bestellposition gehört.

    Siehe Aggregation.

  • Falsche Bestellpositionsnummer: Die Bestellpositionsnummer kann falsch erkannt werden und muss daher änderbar sein.

    Siehe Änderung der Positionsnummer.

  • Abweichung der Einheiten: Die Währung und die Mengeneinheiten auf der Rechnung können von den Einheiten der Bestellung abweichen.

    Siehe Änderung der Mengeneinheit.

Neue Felder

Die xSuite-Helix-Positionsdatenerkennung kann Positionstexte auslesen, z. B. Artikeltexte, EAN-Nummern oder Herstellerteilenummern.

Um diese Felder im xSuite Invoice Monitor nutzen zu können, wurden die Positionstabellen /WMD/FP_IVPO und /WMD/FP_IFIVI um die folgenden Felder erweitert:

  • TXZ01 (Kurztext)

  • IDNLF (Vom Lieferanten verwendete Materialnummer)

  • MFRPN (Herstellerteilenummer)

  • EAN11 (Europäische Artikelnummer (EAN))

Ermittlung fehlender Positionsdaten

Fehlende Positionsdaten werden durch die Positionsdatenzuordnung automatisch ermittelt. Die Ermittlung fehlender Positionsdaten erfolgt nur für den Positionstyp "PO". Wenn die Positionen nicht den Positionstyp "PO" haben, werden die fehlenden Daten nicht automatisch ermittelt.

Hinweis

Die automatische Positionsdatenzuordnung muss über den Satzarten-Parameter FIND_MISSING_PO_ITEM_NUMBERS aktiviert werden (Transaktion /WMD/FP_RTYPE).

Für jede bestellbezogene Position eines xSuite-Interface-Belegs muss zwingend das Feld Bestellposition mit der Positionsnummer gefüllt sein. Wenn die Positionsnummer nicht importiert wurde, versucht das System, die korrekte Position zu finden.

Der Algorithmus der automatischen Positionsdatenzuordnung läuft in /WMD/IF_FP_IV_CHECK (Methode INIT_NEW_DOCUMENT) während des ersten Ladens eines neuen Belegs. Die Logik ist in der Klasse /WMD/CL_FP_IV_ENRICH implementiert. Diese Klasse kann durch eine User-Exit-Klasse (Exit-ID FPIV000022) neu definiert werden.

Ablauf der automatischen Positionsdatenzuordnung
  1. Das System erstellt beim initialen Laden eines neuen xSuite-Interface-Belegs vom Typ "MM" einen Positionsdatenvorschlag.

  2. Das System untersucht die Positionsnummern aller Positionen. Für jede Position ohne Positionsnummer versucht das System, die richtige Nummer zu ermitteln. Für die Ermittlung der Positionsnummer werden mehrere Ansätze genutzt:

    1. Das System sucht nach einer exakten Übereinstimmung, z. B. wenn nur eine Position in der Bestellung vorhanden ist. Ansonsten nutzt das System das Feld Lieferscheinnummer (XBLNR).

    2. Wenn das System keine exakte Übereinstimmung findet, führt das System eine Bewertung durch, um die korrekte Positionsnummer zu finden. Eine Bestellposition erhält eine hohe Wertung, wenn Preis und Menge einer Vorschlagsposition mit den der Bestellposition übereinstimmen, wenn es eine Vorschlagsposition mit einer Menge ungleich Null gibt oder wenn der Nettopreis oder die Materialnummer einer Bestellposition mit der Vorschlagsposition übereinstimmt.

    3. Wenn die Währungen und die Mengeneinheiten in Rechnung und Bestellung unterschiedlich sind, werden diese vor dem Mengenvergleich umgerechnet. Bei fehlenden Mengeneinheiten wird die Bestellmengeneinheit genutzt.

    4. Um eine Übereinstimmung anhand des Materials zu finden, vergleicht das System die neuen Felder (siehe Neue Felder) mit den Bestellpositionsdaten aus der Tabelle EKPO.

    5. Das System wählt die Bestellposition mit der höchsten Wertung. Wenn mehrere Positionen die gleiche Wertung haben, wird der erste Treffer verwendet.

    6. Wenn das System keine Wertung ermitteln konnte, wird die erste (nicht gelöschte) Position in der Tabelle EKPO vorgeschlagen. Aus technischen Gründen wird immer eine Bestellposition im xSuite Invoice Monitor benötigt.

  3. Nachdem alle Bestellpositionen ermittelt wurden, werden weitere Felder aus der Bestellung und der Bestellhistorie ermittelt. Im Fall einer wareneingangsbezogenen Rechnungsprüfung versucht das System, einen Materialbeleg zu finden, bei dem die offene Menge mit der Rechnungsposition übereinstimmt. Wenn die Felder Materialnummer (MATNR) oder Kurztext (TXZ01) leer sind, werden diese Felder mit den Werten aus der Bestellung gefüllt.

Aggregation

Bei der Positionsdatenzuordnung kann dieselbe Positionsnummer einer Bestellung mehrfach vorkommen. Bevor eine SAP-Rechnung erstellt werden kann, müssen diese doppelten Positionen aggregiert werden. Hierfür ist für MM-Positionen im xSuite Invoice Monitor und im Kontierungsblock von XI-Workflowaufgaben der neue Button sap_icon_aggregate.jpg Positionen aggregieren verfügbar (Funktionscode AGGREGATE).

beschriftung_sap_invm_aggregation01.jpg

Wenn Sie eine Position auswählen und auf den Button sap_icon_aggregate.jpg Positionen aggregieren klicken, werden alle Positionen mit der gleichen Positionsnummer mit der ausgewählten Position zusammengeführt. Die Mengen und Beträge werden zusammengerechnet. Alle anderen Feldwerte werden von der ausgewählten Position übernommen.

beschriftung_sap_invm_aggregation02.png

Um den Button sap_icon_aggregate.jpg Positionen aggregieren zu aktivieren, müssen kundenspezifische Toolbars für den Objekttyp /WMD/FP_IV (Toolbartyp ITEM_PO) und für den Objekttyp /WMD/XF_XI, (Toolbartyp ACC) gepflegt sein (Icon: ICON_INTERMEDIATE_SUM).

Hinweis

Aktivieren Sie den Funktionscode AGGREGATE nur in den Fällen, in denen der Positionstyp "PO" tatsächlich genutzt wird.

Änderung der Positionsnummer

Wenn bei der automatischen Positionsdatenzuordnung eine Bestellpositionsnummer falsch zugeordnet wurde, können Sie die Positionsnummer nun über einen Klick auf den Button aendern.png Ändern korrigieren. Der Button ist im xSuite Invoice Monitor in den Positionsdaten und in den XI-Workflowaufgaben im Kontierungsblock verfügbar.

sap_invm_position_aendern.png

Nachdem Sie die Positionsnummer geändert haben, bleiben Menge und Preis der Position unverändert. Alle anderen Daten, insbesondere die Kontierungsdaten, werden aus der SAP-Bestellposition übernommen.

Um den Button aendern.png Ändern zu aktivieren, müssen kundenspezifische Toolbars für den Objekttyp /WMD/FP_IV (Toolbartyp ITEM_PO) und für den Objekttyp /WMD/XF_XI (Toolbartyp ACC) gepflegt sein. Für den xSuite Invoice Monitor ist der Funktionscode CHANGE und für die XI-Workflowaufgaben ist der Funktionscode CHANGE_LO verfügbar.

Änderung der Mengeneinheit

Für die Buchung und die Vorerfassung eines SAP-Belegs müssen die Mengeneinheiten in den Rechnungspositionen mit den Mengeneinheiten in den Bestellpositionen übereinstimmen. Im xSuite Invoice Monitor und im Kontierungsblock von XI-Workitems ist die Mengeneinheit von Positionen zu diesem Zweck nun editierbar.

Im Standard ist das Feld Mengeneinheit (MEINS) schreibgeschützt. Um das Feld editierbar zu machen, müssen Sie benutzerdefinierte Layouts erstellen:

  • Benutzerdefinierte Layouts für den Invoice Monitor: Dialogmodus EDIT_MM und EDIT_MM_WF (Subscreen ITEM)

  • Benutzerdefinierte Layouts für den XI-Workflow: Dialogmodus APPROVAL (Subscreen ACC)