Ausgabe
Nach dem Arbeitsschritt "Process" folgt der Schritt "Output" (Ausgabe). Die Ausgabe umfasst die formatspezifische Generierung von Daten und die Übergabe dieser Daten an ein Zielsystem oder nacheinander an mehrere Zielsysteme. Wenn abhängig vom Dokument nur bestimmte Formate und/oder nur bestimmte Zielsysteme angesprochen werden sollen, kann dies über inhaltsbezogene Bedingungen gesteuert werden.
Die Art und Weise, wie ein Output-Worker die bereitstehenden Dokumente aus der Datenbank selektiert, ist analog zu der Arbeitsweise eines Process-Workers (siehe Verarbeitung). Die Ausgabe kann mehrstufig sein. Bei wiederholter Verarbeitung eines fehlerhaft ausgegebenen Dokumentes wird die erneute Ausgabe standardmäßig in dem Ausgabeschritt wieder aufgesetzt, in dem der Abbruch stattgefunden hat. Auf diese Weise wird die mehrfache Übergabe an Ausgabesysteme, die bereits erfolgreich durchlaufen wurden, vermieden.
Bei der Ausgabe wird zwischen dem Ausgabeformat und dem Ausgabesystem unterschieden. Das Ausgabesystem bezeichnet das Zielsystem, an das die Daten übergeben werden sollen, z. B. Dateisystem, Mailserver, oder Datenbank. Das Ausgabesystem muss daher immer konfiguriert sein.
Die Konfiguration eines Ausgabeformats hingegen bewirkt die Generierung einer zusätzlichen Dateianlage in eben diesem Format. Wenn dies vom Format unterstützt wird, ist auch hier die Einbettung anderer bestehender Dateianlagen möglich. Wenn beispielsweise eine XML-Datei ins Dateisystem ausgegeben werden soll, kann dies zweistufig als Ausgabeformat "XML" und als Ausgabesystem "File" definiert werden. Der erste Teilschritt generiert dabei aus den Indexdaten eine neue XML-Dateianlage. Der zweite Schritt schreibt die Datei physisch in das Dateisystem.
Die Ausgabe und Generierung einer Indexdatei ist nicht für alle Anwendungsfälle sinnvoll. Bei den meisten Programmierschnittstellen erfolgt die Übergabe der Indexdaten nicht in Dateiform. Zudem kann alternativ auch eine Indexdatei aus den Eingabedaten unverändert weitergegeben werden. In Hinblick auf die Konfigurationssyntax können mehrere Ausgabeformate und Ausgabesysteme in beliebiger Reihenfolge definiert werden. Dabei ist nur zu beachten, dass das betreffende Format vor der eigentlichen Übergabe generiert wird.
Ein Sonderfall in der Verarbeitungslogik eines Output-Workers liegt vor, wenn Dokumente nicht synchron Schritt für Schritt ausgegeben werden, sondern ein asynchrones Warten auf die Erfüllung einer Vorbedingung erforderlich ist. Dies ist insbesondere bei Ausgabesystemen der Fall, die Daten vom xSuite Interface übermittelt bekommen, diese aber nicht sofort synchron verarbeiten und sofort eine benötigte Statusrückmeldung geben.
Um den finalen Verarbeitungsstatus dieser Daten zu erhalten, muss das Programm selbst periodisch gegen das Ausgabesystem abfragen, ob die dortige Verarbeitung erfolgt ist und mit welchem Ergebnis. Erst dann kann auch in xSuite Interface die Verarbeitung mit dem nächsten Ausgabeschritt oder mit dem finalen Backup-Schritt fortgesetzt werden. Asynchrone Ausgabeschritte werden in xSuite Interface wie ein separates (Pseudo-) Ausgabesystem behandelt und konfiguriert.
Ein zweiter Sonderfall ist die Ausgabe über einen Webservice. In diesem Fall stellt ein Ausgabeschritt selbst einen Webservice anstatt eines normalen Output-Worker-Schritts dar. Dies ist ebenfalls eine asynchrone Verarbeitung, weil dieser Output-Webservice darauf warten muss, dass ein externer Prozess die auf Ausgabe wartenden Daten anfragt und abholt, bevor die Verarbeitung in xSuite Interface fortgesetzt werden kann.