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xSuite Interface Windows Prism 5.x – Online-Hilfe

Mandantenfähigkeit

xSuite Interface bietet die Möglichkeit, innerhalb einer Programminstanz zwischen mehreren Mandanten zu unterscheiden. Die Zuordnung eines Verarbeitungsszenarios zu einem Mandanten erfolgt in der globalen Konfiguration bei der Definition der Worker-Instanzen. Informationen zu den konkreten Konfigurationseigenschaften finden Sie unter Worker.

Mit jeder Worker-Instanz werden die Szenarien verknüpft, die von dieser Instanz zu verarbeiten sind. Außerdem wird definiert, innerhalb welches Mandanten die Worker-Instanz ausgeführt wird. Die Angabe eines frei wählbaren Mandantennamens an dieser Stelle ist dabei ausreichend. Eine allgemeine Deklaration existierender Mandanten an einer übergeordneten Stelle gibt es nicht.

Die Szenariokonfiguration kann somit auch auf mehrere Mandanten angewendet werden, indem dieselbe Szenariokonfiguration unterschiedlichen mandanten­spezifischen Worker-Instanzen zugeordnet wird. Wenn innerhalb der Szenariokonfiguration einzelne Eigenschaften mandantenspezifische Werteausprägungen haben, z. B. unterschiedliche Dateipfade für Eingabedaten und Ausgabedaten, können diese Werte mandantenbezogen über Konstanten dynamisch gesetzt werden.

Durch die Angabe unterschiedlicher Mandantennamen legt das Programm implizit separate Ressourcen an, d.h. separate Verwaltungsdatenbanken. Die Verwaltungsdatenbanken werden auf demselben Datenbankserver angelegt, da dieser global definiert ist. Wenn ein Dateisystem für die temporäre Dateiablage genutzt wird, werden außerdem separate Storage-Ordner angelegt. Der definierte Datenbankname erhält dazu automatisch einen Namenszusatz. Der Storage-Ordner erhält einen Unterordner, der dem Namen des Mandanten entspricht. Diese Namenslogik wird auch bei der Verwendung von Ein-Mandanten-Systemen angewendet. Wenn für den einen Mandanten nicht explizit ein Mandantenname definiert ist, wird der Standardname "Default" verwendet.

Eine Besonderheit betrifft das Logging ins Dateisystem und in eine Datenbank. Bei einer Mehr-Mandanten-Konfiguration werden globale Log-Einträge, die nicht mandantenbezogen sind, in eine separate Log-Datei oder eine separate Datenbank mit dem Namenszusatz "Global" geschrieben. Wenn nur ein Mandant konfiguriert ist, werden solche Einträge in dieselbe Log-Ressource ausgegeben wie die spezifischen Einträge für den Mandanten.

Wenn keine Worker-Instanz aktiv ist und somit kein Mandant definiert ist, wird ebenfalls die globale Log-Ressource genutzt. Ausnahme: In den Eigenschaften des Status-Webservice können die Mandanten definiert werden, die von diesem Webservice angezeigt werden sollen. Wenn der Webservice aktiv ist und hier genau ein Mandant angegeben ist, wird dieser Mandant als Ziel für das Datenbank-Logging genutzt.

Eine Datenbank mit dem Namenszusatz Global wird außerdem zum Speichern von Konfigurationsdaten verwendet. Voraussetzung hierfür ist, dass die datenbankbasierte Speicherung der Konfigurationsdaten aktiviert ist und in die interne Verwaltungsdatenbank erfolgt.